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Sicherheit für die Zukunft: Sinn und Unsinn einer Lebensversicherung

December 29th, 2009 · Keine Kommentare

Ich will hier gar keine besondere Lebens-oder Rentenversicherung anpreisen, sondern mich fragen, was ist der Sinn dieser Art von Versicherungen? Hinter diesem Prinzip stecken einzig und allein drei Dinge verborgen, die für den Dienstleister am Ende einen grossen Gewinn garantieren (lassen wir die gesetzliche Rentenversicherung aus dem Spiel).
Zum einen das Spiel mit der Angst und einer vorgegaukelten Sicherheit, und zum anderen Versprechungen von einer goldenen Welt im hohen Alter. Drei Gründe, die an den Urinstinkten der Menschen rütteln.

Sicherheit und Langeweile im Leben
Speziell der Begriff der Sicherheit (im vorbeugenden materialistischen Sinn) ist seit längerer Zeit in unserer Kultur verankert. Sich sicher fühlen, sicher sein, Sicherheit im hohen Alter, Schlagwörter, die unseren Lebensinhalt bestimmen.
Ehrlich gesagt, wenn sich jedermann ernsthaft fragen würde, wie sicher denn sein Leben ist, käme er schnell auf den Gedanken, dass es mit der Sicherheit im Leben nicht weit her ist. Klar wissen wir, dass die Menschen, besonders in unseren Breitengraden, immer älter werden, doch was heißt das schon?
Das ganze Leben hindurch denken wir doch nur an die Rente, das Leben nach dem Arbeitsprozess, an eine angebliche Freiheit und Sicherheit. Sicherheit bedeuted schon in jungen Jahren Erfolg. Wer eine gute Schule besucht kann sich sicher fühlen. Fragen sie einmal die ganzen arbeitslosen Akademiker, wie sicher die sich fühlen trotz ihrer Ausbildung. Die Eltern behüten das Kind und lassen ihm alles zukommen, damit es sich sicher fühlt. Manche dürfen noch nicht einmal raus auf die Strasse zum Spielen, das kann man ja sicherer am PC. Wer keinen Erfolg im Arbeitsleben hat, kann sich kaum auf der sicheren Seite wähnen. Nur die Erfolgreichen verbleiben in den Unternehmen, der Rest kann gehen, wenn die Heuschrecken kommen.
Wir machen unser Leben daher vollständig abhängig von einer gewissen Sicherheit. Eine echte Initiative entwickeln wir fast nur noch, wenn es sich um die Form der perfekten Kapitalanlage für unsere Sicherheit handelt. Abenteuerlust steckt nur noch in den wenigsten von uns. Damit meine ich nicht einen kurzen Tripp in die Berge oder einen Ritt durch einen wilden Fluss.
Eigentlich sind wir fähig eine Unsicherheit zu durchleben, das bezieht sich sowohl auf den Geist wie auf den Körper, doch wird uns von den Versicherungsunternehmen da was ganz anderes in Aussicht gestellt. Was wir allerdings gar nicht ertragen können ist der Gedanke an eine Art von Unsicherheit.  Sind wir doch ehrlich, wir wissen im Endeffekt doch nichts von dem was uns in ein paar Minuten, 5 Jahren oder 30 Jahren erwartet, wir verhalten uns aber, als wäre der Weg ganz genau vorgezeichnet. Ein Trugschluss oder?
Ein interessantes und abwechslungreiches Leben hat wenig mit dieser Art von Sicherheit und Versicherungen zu tun. Nur wenn man sich abhebt, ausschert, nicht konform ist, dann führt man ein freieres und frischeres Leben, das allerdings keine Sicherheit in dem o. g. Sinn bietet. Doch kommt damit nicht auch ein neues, sagen wir, junges, abenteuerliches Lebensgefühl auf, das zwar keine Sicherheit, aber dafür Selbstbestätigung, eine Freiheit und ein intensiveres Lebensgefühl gibt. Das Oberflächliche und die Langweilige wird mit Sicherheit aus dem bisherigen Leben verschwinden, die Sicherheit ebenso, trotzdem denke ich, haben wir keinen Verlust gemacht, sondern eher gewonnen.
Mit Sicherheit ein anspruchsvolles und interessantes Thema, das man von verschiedenen unsicheren Gesichtspunkten betrachten kann.

Tags: Selbstständige Arbeit

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