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Komplexität des Lebens: von den Idealen, der Liebe und den Maschinen

December 26th, 2009 · Keine Kommentare

Wenn mans genau überlegt sind wir ja alle Idealisten, der Unterschied besteht doch nur in den diversen Idealen des Einzelnen. Der Witz bei der Sache ist, dass wir oftmals aber den Leuten mit den falschen Idealen folgen und darüber hinaus denken wir doch immer noch, dass ein Mensch mit Idealen etwas Besonderes (gut) ist. Man sollte eher davon ausgehen, dass wir alle Idealisten sind, und das dies mit gut oder schlecht zuerst einmal gar nichts zu tun hat.

Identität und Ideale
Wir müssen uns einfach mehr mit uns selbst beschäftigen und uns fragen was wir eigentlich wollen: von uns selbst, von anderen, von unserem Leben und unserer Zukunft.
Wichtig sind wir selbst. Jeder einzelne für sich ist ein Unikum, das sich selbst tagtäglich mit der Welt auseinandersetzen muss. Dabei gilt es mit beiden Beinen im Leben zu stehen, seinen Mann zu stehen, Anerkennung zu erlangen. Hauptzweck ist die Wirtschaftlichkeit und die Rendite. An diesen wird doch alles gemessen, selbst der Sinn des Lebens. Gefühle und positive Gedanken treten dabei in den Hintergrund, obwohl diese eigentlich die Fundamente unseres Daseins sind und uns von allen anderen Wesen unterscheiden. Doch heute gilt nur der eiskalte Hund, der Kerl mit Nerven aus Drahtseilen usw, etwas in unserer Gesellschaft. Liebe? Liebe was ist Liebe? Liebe ist Hollywood, Kitsch und Schmacht. Das die Liebe das Urgefühl ist, das Berge versetzten kann oder das Liebe uns sogar aus der Wirklichkeit reißen kann, vergessen viele. Liebe, wahre Liebe, übertrifft in ihrer Kraft doch alles. Liebe kann uns ferner zu unserer eigenen Identität führen. Eine Identität, die wir schon längst vergessen haben, aber die dennoch in unserem tiefsten Inneren schlummert. Ehrliche Liebe ist kein Idealismus, sie ist der wahre Kern in uns, fern ab von falschen Gedanken oder Dogmen. Sie wiederzuerwecken, das sollte unser Ziel sein. Damit würden wir wahrscheinlich auch weniger den falschen Idealen hinterlaufen. Dazu gehören diverse Religionen, auch Kommunismus, Sozialismus und die vielen anderen Doktrinen. Selbst die „Gescheitesten“ fallen auf Doktrinen der Einfältigsten herein. Unglaublich.
Doch muss man sich bewusst sein, dass auch die Liebe zur Routine wird, auch eine echte, wahre Liebe. Routine allerdings ist nicht unbedingt als negativ zu bewerten, denn die Routine ist wichtig für uns. Nur ganz wenige Menschen können ohne Routine beruhigt leben. Oder würde es ihnen gefallen, nie zu wissen, was sie morgen im Großen und Ganzen erwartet? Das würde unendlich viel Stress und Sorgen mit sich bringen.

Dagegen hilft die Arbeit, sie ist es oder fast besser gesagt, war es, die unser Leben abwechselungsreich gestaltet. Nur in ihr kann man seine Kreativität ausleben. Fast alle sinnvollen Erfindungen haben mit Arbeit (erleichterung) zu tun. Die Vor- und Nachteile dieser würden jetzt den Rahmen sprengen. Jedoch kann man den Spruch „Arbeit macht frei“ (dort wo er hängt ist er der blanke Zynismus), durchaus als wahr annehmen. Es gilt die richtige Arbeit zu finden.
Früher war das etwas einfacher. Die Zünfte regelten das Notwendige und gaben Sicherheit. Das Mitglied konnte sich voll auf die Arbeit konzentrieren. Heute sieht das anders aus. Wer Spass an seiner Arbeit haben und kreativ sein will, muss zumeist selbstständig arbeiten. Das wiederum ist mit Risiken und einer gewissen Unsicherheit verbunden. Ein Zwang Schaffen zu müssen, um überleben zu können, liegt über der Kreativität. Wer nicht In oder Up to date ist, ist schnell raus. Eine Zwickmühle, der man nicht so einfach entrinnen kann, und die viele nicht ertragen können.
Die Masse allerdings kann ihre Kreativität eh kaum noch unter Beweis stellen. Sie verkommt jämmerlich an den Maschinen und Robotern. Den Elementen mit denen wir einst die Welt dominieren wollten. Viel ist davon nicht übrig geblieben. Die Dominierten sind wir. Die ursprünglichen Sklavenarbeit aus den verschiedensten menschlichen Epochen ist wieder zurückgekehrt. Viele sehnen sich daher nach mehr Freizeit und Freiheit, doch seien wir mal ehrlich: was würden die meisten von uns mit einer neugewonnen Freiheit anfangen? Sich doch zum grössten Teil wieder den Maschinen widmen.

Tags: Emotionen · Selbstständige Arbeit

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