So reich ist die Dominikanische Republik natürlich nicht, aber im Vergleich zu dem Nachbarstaat Haiti, der sich auf der gleichen Insel mit dem Namen Española (Hispañola) befindet, sind es jedoch Welten, die die beiden trennen. Gerade jetzt nach dem verheerenden Erdbeben stellt sich die Frage: was macht den Unterschied zwischen den beiden Ländern?
Zuerst ein paar Fakten.
Auf den menschlichen Entwicklungs-Index (Human Development Index) bezogen nimmt Haiti weltweit die Position 149 zwischen Papua Neuguinea und dem Sudan ein. Die Dominikanische Republik liegt auf Rang 90. Das Pro-Kopf-Einkommen Haitis beträgt gerade einmal den sechsten Teil des Nachbarlandes. Im Jahre 2009 waren es in Haiti 1,550 US$ und in der Dominikanischen Republik etwas über 6.700 US$. So ein Unterschied auf der gleichen Insel, woher kommt das?
Ein Blick auf die Geschichte macht einiges deutlich.
Die Dominikanische Republik wurde von den Spaniern kolonialisiert (Kolumbus landete auf Española 1492), Haiti hingegen von den Franzosen. Das Glück für die Dominikanische Republik war es, dass das Land für die Spanier keinen Nutzen hatte, und sie es links liegen ließen. Die Franzosen hingegen beuteten ihren Teil mittels der Einwohner der Insel rigoros aus. Es kam daher nur zu einer unterentwickelten archaischen Agrikultur in Haiti, das ursprünglich Taino hieß.
Das von den Franzosen eingeführte Sklavensystem wurde nach der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1804 sofort abgeschafft. Und damit begann ein Massenschlachten, bei dem die ehemaligen Sklaven viele ihre weißen Herren umbrachten und so die gesamte Struktur lahmlegten. Um ein erneutes Sklavensystem zu verhindern wurden die Großgrundbesitztümer in unendlich viele kleine Pazellen aufgeteilt. Das wirkte sich langfristig auf die Produktivität des Landes aus. Mit der Flucht der überlebenden oberen Gesellschaftsschicht fiel dann auch die strategische Intelligenz weg.
Im folgenden 19. Jahrhundert schloss sich die verbleibende Elite als Reaktion auf die Kolonialepoche vom internationalen Handel weitgehend aus, während der Rest der Welt sich einer Globalisierungswelle nährte. Später hatten dann die Amerikaner das Sagen auf der Insel, doch meist waren das von purem Egoismus geprägte Aktionen, die das Land immer mehr in den Abgrund trieben. Ein Beispiel ist der von Clinton gefordete Abbau des Importzolles auf Reis von 50 auf 3%. Damit verloren 40.000 Arbeiter unwiederbringlich ihr Einkommen und ihre Lebensgrundlage.
Entwicklung der Dominikanischen Republik
Auch die Dominikanische Republik musste Diktatoren und blutige Befreiungskriege durchmachen. Jedoch waren einige dieser Schlächter nicht ganz aus der Welt. Joaquín Balaguer zeigt sich sogar ziemlich weitsichtig im Hinblick auf die eigene Ökologie und die Wasserversorgung des Landes. So wurden Wasserkraftwerke gebaut, der Kahlschlag der Wälder verboten, etwas, dass in Haiti nicht mehr existiert
, zugleich erfolgte die Schließungen aller Sägewerke des Landes. Die Wälder wurden unter den Schutz des Landwirtschaftsministeriums gestellt, und die illegale Abholzung der Wälder sogar zu einem Verbrechen gegen den Staat erklärt.
Wie auch immer ist das alles kein Grund für die derzeitige Situation in Haiti, doch eine Mitschuld an den vielen Todesopfern ist auch die Bauweise der Gebäude. Nach Messungen war kurzfristig eigentlich das Erdbeben in der Dominikanischen Republik zu erwarten. Auf einer Karte
kann man sogar erkennen, dass im allgemeinen die Erschütterungen in der Dominikanischen Republik bei Erbeben weitaus größer und schwerer sind als in Haiti, es aber trotzdem dort zu weniger Schäden kommt.
Auszüge und Photos aus www.cookingideas.es und quamtum.blogspot.com
3 Antworten bis jetzt ↓
1 Kdk // Jan 21, 2010 at 09:03
ist alles schieße
2 papasge // Jan 27, 2010 at 12:25
es hat mir nicht gehulfen so scheiss internetseite
3 Florian // Jan 28, 2010 at 09:57
Penis Penis
die seite is ganz kuhl
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